Der Göttingen Bowl 9
Die Erlangen Sharks kehren in die Halle zurück!
Die Saison startete genau wie letztes Jahr in der Halle. Die Sharks waren zurück in Niedersachsen, wo die ersten Spiele in ihrer Geschichte stattfanden. Und diesmal sollte mehr erreicht werden als der letzte Platz.
Im ersten Spiel trafen die Sharks auf die zweite Mannschaft der Hannover Musketeers. Das Spiel begann gut für die Offense der Sharks. Nur zwei lange Läufe brauchte der Angriff, um kurz vor die Endzone der Hannoveraner zu gelangen. Allerdings sollten die ersten Punkte nicht fallen, da die Sharks den Ball mittels Fumble an die Musketeers abgeben mussten. Also durfte die Verteidigung aufs Feld und es wurde nur ein Kurzbesuch, denn der Ballträger der Musketeers ging beim ersten Spielzug in seiner Endzone zu Boden. Also Safety, zwei Punkte für die Sharks und die Offense bekam den Ball zurück. Diesmal zeigte der Angriff mehr Zähne und nach einem langen Lauf von Matthias Köbrich bis kurz vor die Endzone des Gegners (es fehlten ca. 10cm), durfte Matthias Wolf den Ball über die Linie tragen und den Drive mit einem Touchdown beenden. Die Two-Point-Conversion gelang nicht und der Spielstand lautete 8:0. Der zweite Auftritt der Musketeers Offense endete durch einen Fumble erneut nach nur einem Spielzug. Die Zeit in der ersten Halbzeit lief aus, bevor die Sharks Punkte erzielen konnten. In der zweiten Halbzeit zeigten die Sharks einen schönen Offense Drive. Sieben Spielzüge und fast 9 Minuten dauerte der zweite Trip in die Endzone der Niedersachsen. Die Offense Line blockte den Weg frei und Henrik Noll brachte den Ball über die Goalline. Die Two-Point-Conversion scheiterte knapp. Zum letzten Mal bekamen die Musketeers den Ball, aber nach 4 Spielzüge zeigte die Uhr 00:00 an und die Sharks gewannen 14:0.
Im zweiten Spiel trafen die Sharks auf die Kuchen Mammuts aus Baden-Württemberg. Das Spiel startete wieder ganz im Sinne der Sharks. Matthias Wolf erhielt den Ball und lief durch die Mitte, einige Verteidiger konnten ihn erreichen, aber nicht stoppen, ein Sprung über ein paar am Boden liegende Spieler und der Weg zum Touchdown war frei. Die Two-Point-Conversion verwandelte Jafet Tesfai durch einen Lauf und so stand es 8:0. Die Mammuts begann mit einem „Glück im Unglück-Spielzug“, nachdem der Running Back den Ball verloren hatte, rollte dieser noch mehrere Yards nach vorne und konnte von den Mammuts wieder erobert werden. Lange konnten sich die Mammuts nicht freuen, denn bereits 3 Spielzüge später fumbelten sie erneut und diesmal griffen die Sharks nachdem Ball. Aber auch die Sharks wollten nicht am Ball festhalten und fumbelten bei einem Handoff und der Ball rollte in die Endzone. Den Kampf um den freien Ball gewannen die Kuchener. Touchdown und eine erfolgreiche Two-Point-Conversion und der Halbzeitstand lautete 8:8. In der zweiten Halbzeit lief es weder für die Mammuts noch für Sharks rund. Allerdings hatte die Sharks am Ende die beste Chance das Unentschieden zu brechen und die Partie doch noch für sich zu entscheiden. Eine Minute vor Schluss fing Harry Kraus einen langen Pass von Tom Alou-Ritzler und wurde kurz vor der Endzone ins Aus gedrängt. Mit laufender Uhr mussten die Sharks schnell agieren und ohne Huddle arbeiten. Leider wurden sie nicht belohnt und die Zeit lief aus.
Trotz des 8:8 konnte die Erlangen Sharks die Gruppe B gewinnen und musste im Halbfinale gegen die Lauda Hornets antreten. Lauda präsentierte sich in der Verteidigung sehr stark und für die Sharks wurde das Spiel zum Kraftakt. Der erste Drive der Erlanger endete in einem Fumble und die Hornets bedankten sich umgehend. Die Passverteidigung der Sharks lies sich überlaufen und der Quarterback der Hornets fand seinen Receiver in der Endzone zum Touchdown. Zusammen mit der Two-Point-Conversion gingen die Laudaer mit 8:0 in Führung. Die nächste Angriffsserie startete mit einem langen Lauf von Sebastian Ebenhack. Die sehr günstige Ausgangsstellung 5 Yards vor der Endzone der Hornets konnte allerdings nicht genutzt werden, um das Ergebnis auszugleichen. Die Sharks wurden gestoppt und gingen mit Rückstand in die Halbzeit. Nach der Halbzeit ging beiden Angriffsreihen die Luft aus und es wurde kaum mehr Raumgewinn erzielt. Das glücklichere Händchen hatten dann aber die Hornets. Ein langer Pass in die Dreifachdeckung pflückte der Laudaer Receiver runter und bereitete den letzten Touchdown vor. Ein schneller Pass zum Touchdown beendete das Spiel 16:0 und brachte die Hornets in Finale während die Sharks um Platz 3 spielen mussten.
Im Spiel um Platz 3 durften die Sharks erneut gegen die Kuchen Mammuts antreten. Bei beiden Mannschaften war die Kraft am Ende und die Liste mit Ausfällen lang. Die Busfahrt, der Hallenboden und die maximal 3 Stunden Schlaf forderten ihren Tribut. Den beiden Mannschaften war klar, dass das letzte Spiel von Fehlern entschieden werden würde. Welches Team besaß die meisten Reserven? Zur Halbzeit war alles offen. Der Spielstand lautete 0:0. Die Mammuts begingen den ersten Fehler, ihr Quarterback wurde gesackt und verlor den Ball, der durch die Endzone ins Aus rollte. Die Sharks gingen somit 2:0 in Führung und bekamen den Ball. Also lautete die Devise, Ball halten und die Uhr runter laufen. Aber leider konnten die Sharks den Ball nicht lang genug halten. Und die Mammuts kamen mit knapp zwei Minuten das Angriffsrecht. Die ersten Spielzüge brachten sie in die Hälfte der Sharks und mit 20 Sekunden auf der Uhr startete der letzte Spielzug. Der Quarterback fand keine freie Anspielstation und lief selber. Einen Sharks ließ er ins Leere laufen, den anderen nahm er mit in die Endzone. Bevor die Spieler wieder aufstanden, ertönte die Sirene und beendeten das Spiel. Der Spielstand lautete 6:2 für die Mammuts.
Obwohl es zu keinem Happy End kam, waren die Spieler der Sharks nicht verbittert. Sie hatten ihr Bestes gegeben und konnten mit Platz 4 zufrieden sein. Und natürlich werden die Erlangen Sharks auch nächstes Jahr wieder beim Göttingen Bowl antreten.
Jetzt ist die Aufmerksamkeit auf die Verbandsligasaison gerichtet. Am 22. Mai geht es dann auf dem Rasen wieder los.
Alle Ergebnisse:
Göttingen- Tollense 24:08
Hannover-Erlangen 00:14
Tollense-Lauda 12:14
Kuchen-Hannover 14:02
Lauda-Göttingen 06:20
Erlangen-Kuchen 08:08
Halbfinalpaarungen:
Göttingen-Kuchen 24:14
Erlangen-Lauda 00:16
Platzierungsspiel um Platz 5:
Hannover-Tollense 06:22
Spiel um 3. Platz:
Erlangen-Kuchen 02:06
Endspiel:
Göttingen-Lauda 12:00
Die Statistiken gibt's hier.
Weitere Berichte und Bilder gibt es auch bei den:
Göttingen Generals
Lauda Hornets
Tollense Sharks